Glaubens-ABC

aus image digital, Bergmoser + Höller Verlag GmbH  

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Vater unser

Gemeinsames Gebet aller Christen, das Jesus seine Jünger selbst gelehrt hat (Mt 6.9-13; Lk 11,1-4). Im Vaterunser bekennen die Christen vertrauensvoll Gott als ihren Vater, Das Gebet besteht aus zwei Teilen: Den Du-Bitten, in denen die Christen um Gottes Verherrlichung bitten sowie den Wir-Bitten: Die Christen bitten um Gottes Hilfe in materieller und seelischer Not. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil beten auch die Katholiken zum Abschluß wieder den feierlichen Lobpreis (Doxologie) "Denn dein ist das Reich und die Kräh und die Herrlichkeit in Ewigkeit", der aus dem zweiten Jahrhundert stammt.

Vatikanstaat

Selbständiger Stadtstaat im Westen Roms, der seit den Lateranverträgen zwischen dem Staat Italien und dem Kirchenstaat (1929) existiert. In dem nur 0,44 qkm großen Staat, zu dem die Peterskirche, der Petersplatz, der Vatikanpalast und die Vatikanischen Gärten gehören, besitzt der Papst die volle Souveränität. 07918

Vatikanische Konzilien

Die Kirchengeschichte kennt zwei Vatikanische Konzilien. Das Erste Vaticanum fand 1869/70 statt. Im Mittelpunkt des Konzils stand die Verkündigung des Dogmas der Unfehlbarkeit des Papstes. Das Konzil mußte aufgrund des deutsch-französischen Krieges 1870/71 und dem Einmarsch der italienischen Armee in Rom vorzeitig abgebrochen werden. Aus diesem Grund konnte der zweite Teil des Konzils über die Stellung der Bischöfe und der Unfehlbarkeit der Gesamtkirche nicht bearbeitet werden. Papst Johannes XXIII. berief das Zweite Vaticanum als 21. Ökumenisches Konzil ein. Es dauerte vom Oktober 1962 bis zum Dezember 1965. Ziel des Konzils war die Öffnung der Kirche für die Probleme der Zeit, eine innere Reform und die Wegbereitung zur Einheit der Kirche. Die Beschlüsse des Konzils wurden in 16 Konstitutionen, Erklärungen und Dekreten niedergelegt.

 Vesper

(von lat. vesper - Abendstern). Die Vesper ist das Abendgebet im Stundengebet der Kirche. Früher nahm die ganze Gemeinde an der Vesper teil, dann wurde es mehr und mehr zum reinen Pflichtgebet der Priester und Ordensleute. Erst in neuerer Zeit entdecken die Gemeinden die Vesper wieder neu für sich.

Vikar

(lat. • Stellvertreter), kath. Priester, der dem Pfarrer bei der Leitung und Betreuung einer Gemeinde hilft. Oft wird der Titel "Vikar" gleichbedeutend mit dem Titel "Kaplan" benutzt.

Volk Gottes

Ursprünglich ist mit dem Volk Gottes das Volk des alttestamentli-chen Bundes mit Gott gemeint. Neutestamentlich meint das Volk Gottes die Kirche. Das Zweite Vatikanische Konzil sprach vom "Volk Gottes auf dem Weg", das unterwegs ist zu seiner Vollendung. Deshalb bedarf die Kirche immer der Erneuerung (eccie-sia semper reformanda - die Kirche ist immer zu reformieren).

Vulgata

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